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Podcast für digitale Balance

#26 D-DAYS · Optimismus, Loslassen, Wasser · Warum Zuversicht lernbar ist, und eine Übung am fließenden Wasser zum Loslassen und Auftanken

Optimistischer werden: Kreisende Gedanken loslassen und zuversichtlicher leben – so gelingt es

Manche Tage fühlen sich an, als wäre der Kopf randvoll. Die gleichen Gedanken drehen sich, der Blick wird eng, und auf einmal siehst du überall das halbleere Glas (statt das halbvolle).

In dieser Vertiefung zur Silent-Walk-Folge geht es darum, warum Optimismus keine naive Brille ist, sondern eine Haltung, die du lernen kannst. Du erfährst, was die Wissenschaft über Zuversicht wirklich weiß, welche kleinen Schritte den Blick öffnen, und wie dir eine einfache Übung am Wasser hilft, schwere Gedanken loszulassen und neue, optimistische zu empfangen.

Alwina Simon - live am Podcast Set - Wow Sessions - D-Days for Detox - Digital Detox

Eigentlich willst du weniger scrollen. Aber irgendwie passiert es trotzdem wieder: jeden Abend, jeden Morgen und zwischendurch. Ein Verbot oder ein Bildschirmzeit-Limit bringt dich nicht wirklich weiter, sondern erst das Verstehen, warum du überhaupt zum Handy greifst. Hier beginnt der Weg raus aus der Handyfalle.

Dienstags verstehen, donnerstags rausgehen. D-Days for Detox, dein Podcast für digitale Balance.

Hör die Silent-Walk-Folge und erfahre, warum dein Weg heute zum fließenden Wasser führt ↓

Die Zusammenhänge des Podcasts zum Nachlesen und Vertiefen hier im Blog. ↓

Wenn der Kopf voll ist: Warum mentaler Stress den Blick eng macht – und was du dagegen tun kannst

Kennst du diese Tage, an denen der Kopf einfach nicht still wird? Die To-dos, die Sorgen, der Satz, den jemand gesagt hat und der immer noch nachhallt. All das kreist in deinem Kopf und lässt dich nicht los.

Und wenn wir mental müde werden, verändert sich unsere Sicht auf die Welt. Unser Blick wird eng. Geht es uns gut, fällt es uns leicht, zuversichtlich zu sein. Sind wir jedoch überlastet oder gereizt, kippt die Sicht schnell ins Negative. Das ist menschlich und sagt erst einmal nichts darüber aus, wie die Welt tatsächlich ist.

Genau da lohnt sich ein neuer, frischer Blick.

Sonnenbeschienener Gebirgsbach, der über glatte Steine fließt, ein Bild dafür, optimistischer zu werden und kreisende Gedanken loszulassen. Foto: May Cloud / Unsplash
Fließendes Wasser hält nichts fest, und du darfst das auch. Foto: May Cloud / Unsplash

Survival of the Friendliest: Warum wir gütiger sind, als wir glauben

In seinem Buch „Im Grunde gut” macht der Historiker Rutger Bregman Mut und Lust auf eine offenere innere Haltung. Er argumentiert, dass viele unserer düsteren Annahmen über den Menschen wissenschaftlich nicht haltbar sind und manche Daten sich in einem ganz anderen Licht zeigen, wenn man tiefer in die Details geht.

Ich sage bewusst argumentiert, denn das ist eine hoffnungsvolle Sicht auf den Menschen und keine bewiesene Formel. Das Buch liest sich essayistisch und reiht vor allem gute Beispiele aneinander, statt eine lückenlose Beweisführung zu liefern, so sehen es auch wohlwollende Rezensionen. Als Einladung, unseren Mitmenschen offener zu begegnen, finde ich es trotzdem wertvoll.

Denn der Kern ist tröstlich. Wir sind hoch soziale Wesen.

Vieles spricht dafür, dass unsere Vorfahren gerade dann gute Chancen hatten, wenn sie freundlich zueinander waren.

In der Forschung wird das als Selbstdomestikation beschrieben, der Anthropologe Brian Hare hat dafür den Begriff survival of the friendliest geprägt. Die Idee ist noch nicht abschließend geklärt, aber sie ist gut begründet und sie passt zu einer Alltagserfahrung, die du vielleicht kennst. Wenn dir jemand freundlich begegnet, tankst du förmlich auf. Und meistens begegnest du auch einem fremden Menschen eher zugewandt als abweisend.

Vielleicht sind wir also gütiger, zugewandter und sozialer, als wir glauben. Und vielleicht ist gerade der Zynismus die weltfremde Haltung, nicht die Zuversicht.

Ist Optimismus erblich? Was Zwillingsstudien und Meta-Analysen wirklich zeigen

Und jetzt kommt das Entlastende. Ob du eher optimistisch oder eher pessimistisch in die Welt schaust, hast du dir nicht ausgesucht. Zwillingsstudien deuten darauf hin, dass Optimismus etwa zu einem Viertel bis einem Drittel erblich ist, der größere Teil geht auf Umwelt und Erfahrung zurück, vor allem in Kindheit und Jugend.

Und dennoch, unabhängig davon, ob dein Glas gerade halb leer oder halb voll wirkt, kannst du lernen, zuversichtlicher zu werden. Eine Meta-Analyse von 29 Studien mit über 3.000 Teilnehmenden zeigt, dass sich Optimismus durch gezielte Übungen tendenziell steigern lässt. Der Effekt ist moderat, nicht magisch, und er stellt sich nicht über Nacht ein. Aber er ist real, und er wächst Schritt für Schritt.

Selbstfürsorge als Schlüssel: Mit diesen 5 kleinen Schritten wirst du zuversichtlicher

Der Schlüssel dazu heißt Selbstfürsorge. Nicht als großes Veränderungs-Programm, sondern in kleinen, verlässlichen Handlungen.

  • Achte darauf, wie du mit dir selbst sprichst.
  • Sei freundlich und geduldig mit dir. Der innere Ton, in dem du dich begleitest, prägt oft stärker, als wir glauben.
  • Verankere den Blick auf das Gute. Ein Dankbarkeitstagebuch kann dabei helfen.

In der bekannten Studie von Emmons und McCullough berichteten Menschen, die einmal pro Woche einige Dinge notierten, für die sie dankbar waren, von mehr Wohlbefinden und einer optimistischeren Einstellung gegenüber der kommenden Woche. Der Effekt zeigte sich nicht bei allen Maßen, am deutlichsten war er jedoch beim positiven Gefühl. Es ist also kein Wundermittel, aber ein einfacher und wirksamer Anker.

  • Übe Achtsamkeit, im Sinne des Ankommens im Hier und Jetzt.

Wer immer wieder bewusst in den Moment zurückkehrt, kann leichter aus Grübelschleifen aussteigen. Meta-Analysen zeigen, dass achtsamkeitsbasierte Übungen das Grübeln mit moderatem Effekt verringern können. Dies ist bislang am besten im Zusammenhang mit depressiven Beschwerden belegt.

  • Und sorge für das Fundament unter all dem. Guter Schlaf. Gutes Essen. Bewegung. Und echte Begegnungen mit Menschen, die dir guttun, statt nur über den Bildschirm.

Jeder dieser Bausteine ist klein. Zusammen verändern sie, in welche Richtung dein Blick kippt.

Zuversicht braucht Verbundenheit: Warum Nächstenliebe und positive Geschichten den Blick weiten

Optimismus bleibt nicht bei dir stehen. Er zeigt sich auch daran, wie du anderen begegnest.

In vielen Texten über eine bessere Zukunft taucht ein altes Wort auf: Nächstenliebe. Es bedeutet, gut zu sich selbst zu sein und vor allem gut zu den Mitgeschöpfen, mit denen wir diesen Planeten teilen. Wer so denkt, verschwendet weniger, kauft bewusster, wirft weniger weg und ist eher wieder für die Nachbarn da. Das ist gelebte Verbundenheit, die aus einer zuversichtlichen Haltung entsteht.

Am Ende helfen auch gute Geschichten dabei, aus der Schockstarre überwältigender Themen herauszukommen und eine pessimistische Sichtweise zu vermeiden. Das Projekt „Stories for Future” sammelt genau solche persönlichen Erzählungen von Menschen, die sich für eine gute Zukunft einsetzen. Es wurde 2020 vom Verhaltensökonomen Moritz Jäger und der Ökologin Gabi Hildesheimer gegründet und wird von der Stiftung Mercator Schweiz gefördert. Der Gedanke dahinter: Oft sind unsere Gewohnheiten an eine nicht nachhaltige Welt gebunden und positive Vorbilder machen den Wandel erst vorstellbar.

Endless feed vs. fließendes Wasser: Was passiert, wenn dich der Social Media Feed festhält – und wie du loslassen lernst

Unsere Social-Media-Feeds ziehen uns dabei oft in die entgegengesetzte Richtung. Sie zeigen uns Leben, die auf den ersten Blick perfekt scheinen, in uns jedoch Mangelgefühle auslösen und uns letztlich leer zurücklassen können. Sie wecken den Vergleich, das „Immer-mehr“ und „Nie-genug“ und hypen nicht selten Lebensweisen, die alles andere als nachhaltig sind.

Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Haul-Videos, in denen Menschen ihre neuesten Einkäufe auspacken und vorführen. Zu sehen sind prall gefüllte Tüten mit billiger Mode, die kaum ein zweites Mal getragen wird. Ein weiteres Beispiel sind die ständig wechselnden Deko- und Beauty-Trends, die alle paar Wochen zum Nachkaufen einladen. Dazu kommt das nächste Technik-Upgrade, kaum dass das alte Gerät ein Jahr alt ist, oder der Kurztrip „ans andere Ende der Welt“, der vor allem für das eine perfekte Foto gemacht wird. Alles wirkt leicht und erstrebenswert, und alles zieht in Richtung mehr kaufen, mehr wegwerfen, mehr hinterherlaufen.

Versteh mich nicht falsch: Das Handy kann ein wunderbares Werkzeug sein, um zu recherchieren, sich zu orientieren und über Distanzen hinweg verbunden zu bleiben. Der Unterschied liegt im Dauerscrollen, und der wirkt in zwei Richtungen. Nach innen hält es uns im Alten fest, im Kreisen der Gedanken, in Glaubenssätzen, sodass wir uns, statt ins Handeln zu kommen, oft ohnmächtig fühlen und überfordert von der Bilderflut. Nach außen weckt es ein ständiges Wollen, das nie satt wird, und schiebt uns leise in ein Leben, das mehr verbraucht, als uns und der Erde guttut. Beide Richtungen führen von der Verbundenheit weg, um die es weiter oben ging.

Das Wasser macht das Gegenteil. Es hält nichts fest.

Die Silent-Walk-Wasser-Übung: Gedanken abfließen lassen und neue Zuversicht empfangen

Wasser ist ständige Bewegung, ständige Veränderung. Es fließt, immer weiter, und nichts bleibt, wie es war.

Bezogen auf das eigene Leben kann dieser Gedanke überwältigend sein. Aber genau darin liegt etwas Befreiendes. Wenn alles fließt, dann fließt auch das, was dich gerade belastet oder gedanklich schwer macht. Es muss nicht bleiben.

Für die Übung, die ich einmal in einem Barfußpark entdeckt habe, suchst du dir ein fließendes Gewässer, einen Bach oder einen Fluss, nicht tief, aber beständig. Finde einen sicheren, flachen Platz und einen festen Stand. Es geht nur darum, das Wasser an deinen Füßen zu spüren.

Stell dich zuerst mit der Fließrichtung hinein. Atme, und lass abfließen, was dich bedrückt. Hol genau die Gedanken hervor, die kreisen, und gib sie dem Wasser. Stell dir vor, wie es sie mitnimmt, weiter und weiter, bis sie weg sind. Wenn dir das schwerfällt, denk an dich als Kind, das ein Papierschiffchen aufs Wasser setzt und einfach davonziehen lässt.

Und dann, wenn du bereit bist, dreh dich um, der Strömung entgegen, und empfange, was frisch auf dich zukommt. Meist kommt dir von selbst in den Sinn, was das Positive ist, mit dem du dich aufladen möchtest. Lass es den Platz füllen, den das Alte frei gemacht hat.

Diese Übung im fließenden Wasser ist ein Loslassen und ein Empfangen. Zwei Bewegungen.

Falls kein Wasser in der Nähe ist, geht es auch anders. Wende dich einmal vom Wind weg und einmal in ihn hinein. Oder mach die beiden Bewegungen im Gehen, mit dem Atem. Loslassen beim Ausatmen, empfangen beim Einatmen.

Und damit wir ehrlich bleiben: Weder Wasser noch Wind noch Atem zaubern deine Sorgen weg. Aber manchmal braucht dein Kopf ein Bild und eine körperliche Erfahrung, mit denen er wirklich loslassen kann. Und das Loslassen bringt Bewegung ins Spiel, es lässt dich handeln und deine Themen angehen.

Die Silent-Walk-Frage für deinen Weg

Also frag dich für deinen Silent Walk heute: Was darf heute von dir abfließen?

Und welcher hoffnungsvollere Gedanke darf dich neu erreichen?

Und am nächsten Dienstag geht es weiter mit der Mini-Serie über die acht Kräfte, die uns in den digitalen Sog drängen. Dann kommt Kraft 8, der Naturentzug. Wir schauen uns an, warum dich dein Handy nie wirklich abschalten lässt und dein Nervensystem eigentlich den Wald sucht, nicht den Feed. Du lernst die Soft Fascination kennen, die weiche Aufmerksamkeit, in der dein Kopf sich wirklich erholt, und warum die Natur der eine Ort ist, der keine Meinung über dich hat.

Ich freue mich, dich auf deinem Weg zu begleiten.
Deine Alwina

Open-Door - komm in die Live-Session

Willst du wieder mehr Zeit draußen als vor dem Handy verbringen? Dann komm zur Open-Door-Session und lerne mein Workbook „Bewusst offline!” kennen.

Gemeinsam machen wir dort den ersten Schritt aus der Dauererreichbarkeit, dem endlosen Scrollen und der Reizflut, die dich täglich belasten. In diesem kostenlosen Zoom-Raum starten wir entspannt und ohne Druck in Tag 1 deines Detox.

Du erlebst, wie Selbstreflexion zu deinem stärksten Hebel wird und machst den ersten Schritt aus dem digitalen Sog heraus.

Natürlich nicht allein, sondern mit mir und einer Gruppe von Menschen, die dasselbe suchen wie du. Echte Freiheit von den Zwängen, die uns Algorithmen auferlegen, und in der Folge auch echte Verbindung im echten Leben. 

Mach aus dem digitalen Sog deine Erfolgsgeschichte. Es geht nicht um Verzicht, sondern um die Rückgewinnung von Freiheit, echter Verbindung und echtem Wachstum.

Dein nächster Schritt

Digitale Balance in dein Leben bringen

Wenn „so weitermachen wie bisher“ für dich keine Option ist, dann schaue dir deine Handynutzung genau an.  

Die entscheidenden Stellschrauben liefert dir das Workbook „Bewusst Offline: 7 Tage Social Media Detox”. Es führt dich durch einen Prozess von sieben Tagen. Nicht mit Verboten und Zeitlimits, sondern mit Tests, Beobachtungen und Fragen, die dich zu deinen eigenen Antworten bringen.

Du legst frei, was hinter deinen Handygewohnheiten steckt. Nicht als Theorie, sondern in dem Moment, in dem du zum Handy greifst.

So gestaltest du Schritt für Schritt deine selbstbestimmte Handynutzung und entscheidest in Zukunft selbst, wann das Smartphone in deine Hand gehört, damit du mehr vom echten Leben hast.

Du bestimmst das Tempo. Die sieben Tage sind deine Begleiter.

Wer spricht hier?

Profilbild von Mentorin und Life Coach Alwina Simon von 2023

HI, ICH BIN ALWINA

Life Coach für digitale Balance und persönliche Entwicklung

Über die Autorin

Alwina Simon ist Life Coach für digitale Balance und persönliche Entwicklung. Mit D-Days for Detox begleitet sie Menschen auf dem Weg raus aus dem Algorithmus-Loop, rein in die Präsenz, zurück ins echte Leben. Jeden Dienstag und Donnerstag als Podcast auf wowsessions.de.

Kontakt

Website: wowsessions.de Kontakt: office@wowsessions.de

Disclaimer

Der 7-Tage Social Media Detox und die Inhalte der WOW Sessions ersetzen keine Therapie oder psychologische Beratung. Manche Themen oder persönliche Entwicklungsprozesse können tiefe Emotionen berühren. Bei starken emotionalen Belastungen, Suchtverhalten oder psychischen Erkrankungen suche bitte professionelle Hilfe auf. Die Inhalte hier sind ein Einstieg in Selbstreflexion und persönliches Wachstum, aber kein medizinisches oder therapeutisches Programm.

L·O·V·E·D

Fünf Podcast-Formate. Ein Ziel: zurück zu dir selbst.

Deine nächsten Schritte

Wie oft scrollst du weiter, obwohl du längst aufhören wolltest?

Werde unabhängig vom ständigen Griff zum Smartphone. Verstehe den digitalen Sog, der dich immer wieder zum Handy zieht. Und entscheide selbst bewusst, wann du es in die Hand nimmst und wann nicht.

🏄 Bereit, sofort selbst zu starten?
Sichere dir dein Workbook: Starte deinen 7-Tage Social Media Detox mit „Bewusst Offline!“ und werde autonom vom digitalen Sog. Damit das Handy dich nicht deine Zeit und deinen Bezug zum echten Leben kostet.

🌊 Bereit, gemeinsam zu starten?
Komm zum Open Door: Erlebe beim kostenlosen Live-Abend, wie Tag 1 des Workbooks deine Selbstreflexion zum stärksten Hebel deiner Veränderung macht. Den ersten Schritt aus dem Scrollen gehen wir gemeinsam.

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